Biomasse

Allgemeine Infos

„Energie aus Biomasse“ meint die Energiegewinnung aus Pflanzen oder Pflanzenresten. Diese Energiegewinnung hat den Vorteil, dass die benötigten Rohstoffe stetig nachwachsen. Denn pflanzliche Stoffe sind eigentlich gespeicherte Sonnenenergie. Die Strahlung der Sonne ermöglicht die Fotosynthese und damit das Pflanzenwachstum. 

Es gibt unterschiedliche Arten von Rohstoffen, die bioenergetisch genutzt werden können:

  • eigens dafür angebaute landwirtschaftliche Nutzpflanzen wie Mais oder Raps
  • schnellwachsende Gehölze
  • Abfall- oder Reststoffe aus der Landwirtschaft, aus Haushalten oder aus der Industrie (z.B. Hackschnitzel aus der Holzindustrie, Altfett aus der Lebensmittelherstellung oder Klärschlamm)

Daraus ergeben sich auch vielfältige Nutzungsformen:

  • als Biogas (meist Methan) zur Strom- und Wärmeerzeugung
  • flüssig als Treibstoff aus Pflanzenöl (Biodiesel)
  • fest als Pellet oder Scheitholz, ebenfalls zur Wärme- und Stromerzeugung

Besonders in der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien spielt die Biomasse eine große Rollen. Die dauerhafte Verfügbarkeit der Energie aus Biomasse unabhängig vom Wetter macht sie aber auch bei der Stromerzeugung wertvoll für die Deckung der Grundlast. 2025 stammten 6,2% des in Deutschland erzeugten Stroms aus Biogas. In Bayern stammten 2024 15% des Stroms aus Biomasse.

Anlagen im Landkreis

Die Zahl der Biogasanlagen im Landkreis Neumarkt ist leicht rückläufig. Gab es im April 2022 noch 143 Anlagen, so waren es im August 2022 noch 127. Der Grund darin liegt in der auslaufenden EEG-Förderung bei vielen der Anlagen. 

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